#12von12 im Dezember 2017

Ich würde ja so gerne mal wieder ein 12von12 posten, habe in den letzten Monaten aber entweder keine Zeit zum Schreiben oder nicht genug Bilder gehabt.
Diesen Monat auch. Verflixt!

Aber, auf besonderen Wunsch hin: Sehet, ein Beitrag! Ich schummle dabei aber vielleicht ein bisschen!

Wie gehabt hier der Link zur großen Sammlung: klick!

1. Also, der 12. ist ein Dienstag. Ein langer Dienstag für mich, der morgens mit einem Kaffee aus meiner aktuellen Lieblingstasse.
In der Schule warten auf mich 9er und 10er, die aktuell nur so semi-lernwillig sind. Es ist etwas krampfig, aber gut, die kriegen die Kurve auch noch!

2. Vor der Schule darf ich noch an meinen Adventskalender. Der Wolf hat einen aus dem Bodyshop besorgt und da war bisher vor allem Duschgel drin und vielleicht rieche ich schon den ganzen Dezember wie ein Obstkorb… Das ist übrigens eines der mädchenhaftesten Dinge, die ich je besessen habe!

3. Diesmal: Eine Seife, die dolle nach Vanille duftet! Also, Vanilleobstkorb ab morgen…

4. Es ist wieder Klausurzeit, meine Schüler schreiben fleißig und ich nutze die Zeit, um Unterricht vorzubereiten. Mit einer meiner elften Klassen destilliere ich nächste Woche den Alkohol aus Glühwein raus. Bisschen praktisches Arbeiten, dokumentieren und protokollieren üben, passend zum Thema und zu Weihnachten… also, ich freu mich drauf!

5. Ergebnis des Klausurtermins: Arbeit 1/28. Diese Woche kommen noch weitere 25 Deutsch- und 29 NW-Arbeiten. Yay!
In meiner Freistunde wollte ich eigentlich schon mit der Korrektur anfangen, hatte aber ein paar spontane, recht wichtige Gespräche, also bleibt mir diese schöne Arbeit für den heimischen Schreibtisch. Ein Fest!
Am Freitag bleibe ich mit ein paar Goldstückkollegen zum gemeinsamen Korrigieren in der Schule, da schaffe ich ein bisschen was weg. Vor den Herbstferien haben wir das auch einmal gemacht. Einen Nachmittag sitzen und sich beim Korrigieren eben nicht von Haushalt und Co ablenken lassen…außerdem kann man danach noch super gemeinsam auf den Weihnachtsmarkt, aber das ist ja nur Nebenschauplatz 😉

6. Nachmittags ist Dienstbesprechung, unsere aktuelle Schulleitung schafft es wunderbar, sich an den Zeitplan zu halten. Das ist klasse und echt selten, diese Besprechungen kosten sonst gerne unfassbar viel Zeit. Diesmal ging es ziemlich gut und das ist auch wichtig!

7. Schummelbild:
Auf dem Heimweg höre ich Podcasts. Eigentlich bin ich ja ein Hörbuch-Mensch, habe mich jetzt aber an Krimis ein wenig satt gehört.
Durch den Internetfreund wurde mir Radio Nukular empfohlen und ich hab mich erstmal durch ein paar verschiedene Themen gehört (Der große Mädchenpodcast. 6. Stunden. SECHS!) und gehe jetzt chronologisch durch. Ich bin großer Fan inzwischen, die Jungs sind klasse!
Es gab übrigens wieder einen „Seien Sie dabei!“-Moment:
Seien Sie dabei, wie frau kleineschwester traum- und podcastverloren ihre Autobahnausfahrt verpasst und einen Umweg von gut 20 Minuten fahren muss! Ein Spaß für die ganze Familie!

8. Nachmittags um viertel nach vier dann noch ein schnelles „Mittagessen“:

9. Schummelbild 2:
Ich bin nur ganz kurz zu Hause, der Wolf und ich gucken uns nach einer neuen Wohnung um und haben noch einen Besichtigungstermin, der toll läuft. Wir sind gespannt!
Im Anschluss daran endlich Abendessen und die letzte Folge Alias Grace. Ich bin nicht sicher. Die Serie war schon recht okay, mir aber fast ne Spur zu langsam. Aber die Auflösung hat mir gefallen!

10. Nach Serien und Essen mache ich noch etwas Haushalt und höre mir dabei – apropos Poscast – die neue Folge vom Fernsehballett an.

11. Ein bisschen um die Deko herum staubwischen…
Familienbedingt steht hier immer einiges aus dem Erzgebirge. Ich mag die Fuguren immernoch gerne, die meisten habe ich irgendwann mal als Kind bekommen. Die machen so ein heimeliges Gefühl 🙂

12. Bevor es ins Bett geht, wird noch ein bisschen genäht. Im Moment wachsen um mich herum in Kollegium und Familie überall Babybäuche und für die kleinen kann man so nieldichen Kram nähen.

So gab es mit ein bisschen Gemogel doch wieder ein 12von12! Als nächstes dann der Jahresrückblick. Wie der wohl wird?

Der letzte Monat: September.

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Ferienverlängerung!

Da es heute geeisregnet und gefroren hat, wurden unsere Ferien nahezu magisch um einen Tag verlängert! Morgen keine Schule! Yay!
Ich werde zwar trotzdem zur Schule zuckeln, aber muss nicht unterrichten. Es kann höchstens passieren, dass ich heimatlose Schüler betreuen darf.
Die Regelung an unserer Schule lautet so, dass Lehrer, die an dem Tag zur ersten Stunde Unterricht haben und in der Stadt wohnen, Anwesenheitspflicht haben und Betreuung/Unterricht für die paar Schüler übernehmen, die zur Schule kommen müssen. Auswertige Kollegen müssen nicht kommen und kriegen max. 4 Minusstunden angerechnet.

Ich wohne zwar am Ort, habe aber nicht zur 1. Stunde. Dank eines vorbereitungsintensiven Fachs kann ich nicht zu Hause bleiben… Es steht ein bisschen was an Vorbereitung für die nächsten Tage an. Daher werde ich im Laufe des frühen Morgens zur Schule schlittern und mich in der Chemiesammlung und am Kopierer rumtreiben. Der Unterricht war zwar schon soweit vorbereitet, aber ein weiterer entspannter Tag stört mich natürlich nicht 😉

Zum Ferienende habe ich dann noch eine Gula aus Fledermausstoff genäht und mit dem Langarmshirt angefangen. Grade Säume bereiten mir noch Schwierigkeiten…aber damit werde ich dann hoffentlich bald fertig. Dann nochmal ein paar Bilder, auch Gula in Kombination mit Rock (weil das gewünscht wurde 😉 ):

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Der Stoff. Ich finde ihn prima!

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Einmal in Kombi mit Shorts.

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Und kombiniert mit Rock. Ich finds mit Hose allerdings besser.

Elternsprechtage und Ausgleich

In den letzten Wochen waren sie da… die ersten „echten“ Elternsprechtage!

Im Ref habe ich zwar auch schon zwei davon mitgemacht, aber da ich zu dem Zeitpunkt nur Chemie eigenverantwortlich unterrichtet habe, kam kaum jemand: Eine Mutter, die allerdings bei allen war, und ein Elternpaar, das vom Sohn geschickt worden war, damit sie mal was Nettes hören (hat auch geklappt, der Knabe war gut in Chemie!).

Dieses Jahr stand ich als Deutschlehrerin dreier Deutschklassen vor zwei pickepacke-vollen Abenden. Und es war gar nicht sooo schlimm!

Die meisten Eltern scheinen tatsächlich zufrieden mit mir und den Leistungen ihrer Kinder in meinem Unterricht zu sein. Bei den Kindern der 5. Klasse und den zugehörigen Eltern gibt es noch Unsicherheiten, die sich aber in der nächsten Zeit ausschleichen werden.
Es gab überwiegend sehr nette Gespräche mit sehr netten Eltern. Tipps meinerseits, wie ruhigere Schüler sich mehr beteiligen können (Hausaufgaben oder erarbeitete Ergebnisse vortragen, um sich daran „festhalten“ zu können, Aufzeige-Strichlisten führen, etc.), Hinweise der Eltern, was ihren Kindern noch Schwierigkeiten bereitet, gemeinsame Lösungsansätze, rundrum eigentlich sehr nett!

Eine Mutter fiel allerdings sehr aus dieser Rolle. Ich würde ihr Kind falsch einschätzen, ich sei Schuld (zumindest gab sie mir das Gefühl) an Lehrerausfällen und -wechseln, die Prüfungsvorbereitung wäre mies. Puh!
Ich muss zugeben, dass ich der Guten noch nicht so viel entgegen zu setzen hatte. Da fehlen mir einfach noch Erfahrung und Coolness der älteren Kollegen. Ihr das KC unter die Nase zu halten wäre ’ne Lösung gewesen. Oder (apropos Nase) sie darauf hinzuweisen, dass ihr Spross vor allem durch intensives Nasebohren auffällt… im Moment hoffe ich, dass sie auch beim nächsten Elternsprechtag da ist. Dann bin ich vorbereitet! Dieses Mal konnte ich nur mit den Kollegen Sushi essen gehen (Hammer!) und schimpfen. Aber die älteren Semester haben mir freundlicherweise bestätigt, dass die Dame bei jedem erstmal so drauf ist. Na dann!

Als Ausgleich war ich sonst übrigens sehr häuslich. Die große Schwester war da und wir haben tonnenweise Kekse gebacken! Seit unsere Mutter sich in der Vorweihnachtszeit vor ein paar Jahren mal bei einem Treppensturz beide Füße zerlegte und wir damals das Backen für die Familie übernahmen, ist das bei uns Tradition: Zu Beginn der Weihnachtszeit treffen wir uns und backen 4-5 Sorten Kekse (allerdings nur noch für ihren und meinen Bedarf, Mama ist ja wieder fit!). Das ist immer super-anstrengend und super-lustig zugleich! Mehlstaub macht wohl nicht nur Explosionen, sondern auch dösig im Kopf 🙂

Nähen muss ich auch wieder. Hier habe ich noch Bilder der fertigen Sofakissen, die ich zum Ferienende genäht habe.

Außerdem habe ich mir eine Yoga-Hose genäht. Allerdings eher fürs Sofa.. als würde ich Yoga machen 😀

Für den Wolf gibt es was Genähtes zu Weihnachten, das Projekt läuft unter dem Decknamen „Füchschenpullover“ und ist streng geheim! Da müssen noch ein, zwei Abende für dran glauben, denke ich…
Außerdem habe ich noch kuscheligen Sweat-Stoff (Winterrock!) und Wachstuch (Schulbrottüten!). Mal sehen! Wenn ich die Aufsätze der Fünfer durch hab!

Vor-Ferien-Blues

Im Lehrerzimmer summt es immer ein wenig wie im Bienenstock. Ausnahmen sind die 1. Stunde (alle, die nicht zur 1. Stunde Unterricht haben, kommen auch später) und die Stunden nach der 7. Dazwischen ist eigentlich immer einiges los. Stundenvorbereitung, Arbeitsblätter kopieren, mit dem Chef sprechen, den Vertretungsplan kommentieren („Ochnö! Nicht schon wieder!“), Kaffee mit Kollegen trinken, etc.
Im Moment summt es auch, aber es ist ein wenig kommunikatives Summen:

„Leeeeea… wo hab ich dich..“

„Hmm, Niclas…das war…hmmm.“

„Ka-tha-ri-na…ohje.“

„Hach, Yannik, gut, wie immer.“

„Leeeeeeon…

Es ist fast Ferienzeit, das heißt auch: fast Zeugniszeit!

Bis morgen Mittag muss der erste Schwung Noten eingetragen sein. Für jede Klasse gibt es einen Ordner mit Schüler-Bögen. Jeder Lehrer trägt seine Noten da ein und gleicht Arbeits- und Sozialverhalten hab. Seit Anfang der Woche ist das übliche Gesumme mit noch mehr Schülernamen durchzogen als sonst.*
Nächste Woche sind Zeugniskonferenzen. Ich bin gespannt!
Meine Noten stehen, es hat sich auch noch kein Schüler beschwert. Scheint also in Ordnung gewesen zu sein.

Ansonsten sieht man aktuell viele hängende Häupter. Die Zeit vor den Ferien ist nervig. Die Schüler sind kopfmäßig die letzten Wochen erst Fußballtrainer, dann Weltmeister und im Moment Urlauber. Keiner hat mehr Bock auf Unterricht, in jeder Stunde dümpeln sie so vor sich hin. Kein Wunder, dass sich das bei den Lehrern auch bemerkbar macht. Viele greifen aufs nächste Schuljahr vor, beschäftigen sich schon mit neuem Stoff, aber man kommt aktuell kaum an die Schüler ran. Daher: Gebrummel auf allen Seiten. Die Ferien müssen dringend anfangen!
Zwei Wochen to go…

 
*Ja, Lehrer reden natürlich über Schüler. Eine Menge. Manchmal überlegen wir uns Gruppen- und Partnerarbeit, um Mittelstufenschüler zu verkuppeln. Hehe.

Nachtrag zum i-GUB

Ein kurzer Nachtrag zum i-GUB in der 10. Klasse:
Im Entwurf müssen wir ja die Lerngruppe beschreiben. Manchmal, wenn man Schüler hat, die irgendwie auffällig sind, bietet es sich an, das zu erwähnen. Zum Beispiel, dass man die Gruppeneinteilung vorweggenommen hat, weil jemand nur schlecht Anschluss findet. Oder dass man im Musikunterricht jemanden etwas vormachen lässt, weil er dieses und jenes Instrument spielt.
Ich habe einen Schüler erwähnt, der gerne dadurch auffällt, dass er sich für Dinge interessiert, die nur entfernt mit dem Unterricht zu tun haben. Als ich noch hospitiert habe, hat er mich mal darüber ausgefragt, wie das Chemiestudium abläuft, was man dafür können muss, etc. Weil das recht regelmäßig passiert, erschien es mir als sinnvoll, das zu erwähnen.

Heute hat er das mir gegenüber nicht gemacht.

Aber er hat meinen Chemiefachleiter darüber ausgequetscht, wie man Fachleiter wird und was man da so machen muss! Großes Kino 😀