Warum mein Job total super ist #1

In unserem Job wird ja viel gemeckert: Lange Abende am Schreibtisch, aufmüpfige Pubertiere, unerfreuliche Gespräche mit Schülern, Eltern oder der Chefetage… Wenn einem dann noch um die Ohren gehauen wird, dass man ja eh nur nen gutbezahlten Halbtagsjob hat und sich nicht so anstellen soll, ist die Laune schnell im Keller.

Darum möchte ich mal auflisten, warum mein Job der beste der Welt ist und was in den letzten Tagen und Wochen total großartig war:

~ Die Großen, die in der Abschlussarbeit endlichendlich eingeübte Techniken anwenden, darum gute Ergebnisse erzielen und vielleicht sogar noch Sachen einbringen, die in den Vorstunden besprochen wurden.
~ Die Kleinen, die merken, dass der Besuch der Schulleitung im Unterricht was Besonderes ist, und sich deswegen zuckersüß verhalten.
~ Schüler, die einem einfach mal Eis in den Unterricht bringen (was die Stunde komplett zerschießt, mich persönlich aber sehr, sehr glücklich macht. Ich meine, EIS!).
~ Schüler, die sich wie Bolle über selbstgebackenes Brot freuen.
~ Meine Klasse, die Begrüßungs-Blödsinn vom <3-Kollegen gelernt hat und das brav zu Beginn der Stunde macht.
~ Nochmal die Großen, mit denen man schlaue Gespräche führen kann und so langsam merkt, dass die wirklich schon ganz schön groß sind.
~ … und die einem ein Abschluss-Armband schenken. Danke, ihr verrückten Hunde!
~ Die Kollegen, die die sehr stressige, aber sehr gelungene Projektwoche loben.
~ Die Schulleitung, die sich auf viele Ideen einlässt und das Gespräch sucht.
~ Dieser eine Schüler, der sich lieber das Buch von mir ausgeliehen hat als den Film zu gucken.

Mal sehen, was bis zu den Ferien noch dazu kommt 🙂

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Warum meine Schüler weinen…#1

Letzte Woche war die erste seit langem, in der kein Schüler geweint hat! Whoopwhoop!

Ohne Spaß, ich weiß nicht, was in letzter Zeit los war, aber ständig kullerten Tränen. Aus den wildesten Gründen! Ich werde jetzt mal anfangen zu sammeln, was ich schon für Tränen hatte:

~ Tränen in der Klassenarbeit. Schon mehrfach, aber nur bei den Kleinen. Weil sie eine Aufgabe nicht verstanden oder selbst gemerkt haben, dass sie Fehler eingebaut haben und einen Teil nochmal machen müssen.

~ Tränen nach der Klassenarbeit. Selten bisher, vorgekommen bei den Mittelgroßen. Tat mir selbst sehr leid…die Note war offenbar nicht die erwartete.

~ Tränen, weil es Streit gab. Oft…soooo oft! Bei den Kleinen wegen Kinkerlitzchen („Der nimmt immer meinen Stift weg!“), bei den Mittelgroßen war es auch schon deutlich ernster.

~ Tränen, weil man mit dem Abschreiben von der Tafel nicht mitkommt. Erschreckend oft! Und die kriegen schon immer so viel Zeit!

~ Tränen, weil… ja, weil man die Chemiesachen nicht dabei hatte…
„L., wo sind denn deine Chemiesachen?“ (freundlicher Tonfall!)
-*L. wirft die Arme hoch, schmeißt sich quer über den Tisch* „Die hab ich zu Hause vergessen, weil Mama buhuhuhuhuhuuuu…“

Ja. Ähm.