Warum mein Job total super ist #1

In unserem Job wird ja viel gemeckert: Lange Abende am Schreibtisch, aufmüpfige Pubertiere, unerfreuliche Gespräche mit Schülern, Eltern oder der Chefetage… Wenn einem dann noch um die Ohren gehauen wird, dass man ja eh nur nen gutbezahlten Halbtagsjob hat und sich nicht so anstellen soll, ist die Laune schnell im Keller.

Darum möchte ich mal auflisten, warum mein Job der beste der Welt ist und was in den letzten Tagen und Wochen total großartig war:

~ Die Großen, die in der Abschlussarbeit endlichendlich eingeübte Techniken anwenden, darum gute Ergebnisse erzielen und vielleicht sogar noch Sachen einbringen, die in den Vorstunden besprochen wurden.
~ Die Kleinen, die merken, dass der Besuch der Schulleitung im Unterricht was Besonderes ist, und sich deswegen zuckersüß verhalten.
~ Schüler, die einem einfach mal Eis in den Unterricht bringen (was die Stunde komplett zerschießt, mich persönlich aber sehr, sehr glücklich macht. Ich meine, EIS!).
~ Schüler, die sich wie Bolle über selbstgebackenes Brot freuen.
~ Meine Klasse, die Begrüßungs-Blödsinn vom <3-Kollegen gelernt hat und das brav zu Beginn der Stunde macht.
~ Nochmal die Großen, mit denen man schlaue Gespräche führen kann und so langsam merkt, dass die wirklich schon ganz schön groß sind.
~ … und die einem ein Abschluss-Armband schenken. Danke, ihr verrückten Hunde!
~ Die Kollegen, die die sehr stressige, aber sehr gelungene Projektwoche loben.
~ Die Schulleitung, die sich auf viele Ideen einlässt und das Gespräch sucht.
~ Dieser eine Schüler, der sich lieber das Buch von mir ausgeliehen hat als den Film zu gucken.

Mal sehen, was bis zu den Ferien noch dazu kommt 🙂

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#12von12 im Mai 2017

Der (das? die?) Blogg verkommt zu einer Monats-Geschichte. Sei’s drum, vielleicht habe ich den kommenden großen Ferien mal wieder mehr Zeit dafür. Aber dann vermutlich nichts zu erzählen. Irgendwas ist ja immer…
So! Gestern war wieder 12 von 12!
Wie üblich findet ihr hier die Sammlung vieler anderer Beiträge und unten meinen. Viel Spaß!

1. Es ist Freitag und ich habe eigentlich zur ersten Stunde Schule. Da aber mein Kurs aktuell ein Praktikum macht, habe ich stattdessen zu der Zeit ein Gespräch mit dem Goldstück von einem Kollegen und der Schulleitung. Also, doch um acht in der Schule sein. Vorher ein schneller Blick in die Schultasche, ob neben dem üblichen Schulkram alles Wichtige da ist:
Der Schlüssel, mit neuem Armband-Anhänger von meinen aktuell sehr schnuffeligen Zehntklässlern (die sich immer so freuen, wenn ich sie irgendwo online erwähne 😉 Hey ihr!), ein Flummi, den ich am Vortag einkassiert und vergessen hab (huch!) und das Erkältungs-Notfall-Set.

2. Nach dem Gespräch, das aus unserer Sicht sehr gut lief und vielleicht einiges angestoßen hat, gibt’s einen Belohnungs-Erkältungs-Tee im Lehrerzimmer. Freitags habe ich zwischendrin zwei Freistunden, in denen Kram erledigt wird. Kopieren, Sachen sortieren und eintragen, Mails schreiben etc.
Der Rest des Schultags geht sehr schnell rum. Nach den Freistunden habe ich noch meine eigene Klasse, in der wir einiges an Orga-Kram lösen müssen und dann noch die Klasse aufräumen. Diesen Samstag kommt der neue 5. Jahrgang mal an unsere Schule und führt erste Gespräche mit den Klassenlehrern, da müssen ja die Klassen präsentabel sein.

3. Zu Hause erwartet mich ein Päckchen mit Kleidern. Es stehen diesen Sommer vier Hochzeiten (und hoffentlich kein Todesfall!) an, außerdem der Abschluss der Zehner, da muss die Garderobe ein bisschen aufgemöbelt werden. Im Kleidernähen bin ich noch nicht so der Profi, darum muss ich da kaufen…

4. Eins muss ich leider zurück schicken, dabei ist es ultra-cool! Hawai-Muster und Flamingo-Skelette. Ich meine… wie cool ist das bitte? Passt mir aber leider so gar nicht. Habe aus Frust direkt drei neue Kleider bestellt und hoffe, dass von denen eins passt.

5. Den Nachmittag verbringe ich mit Korrekturen, Aufräumen und rumtrödeln. Aber da es abends Curry geben soll, muss ich noch Gemüse jagen!

6. Beim Kochen gibt’s eine Flasche Wochenend…Apfelschorle. Ähm.

7. Möhren, Paprika und Lauch liegen schon in der fantastischen Schmorpfanne, die eine ganz großartige Anschaffung war! Die ist so groß! Da kann man alles drin machen! Curry, Bolognese, Chili, Gemüseschmarrn, Pfannkuchen, Braten,… richtig gut!
Der Brokkoli wird extra gekocht und später…

8. … mit in die Gemüse-Currypaste-Kokosmilch-Mischung geworfen. Dann zermatscht der nicht völlig. Dazu gibt’s natürlich Reis und die letzte Folge von Please Like Me. Hach.

9. In den letzten produktiven Zügen korrigiere ich die übrigen Arbeiten, dann hab ich die auch endlich weg. Dabei höre ich zum x-ten Mal Harry Potter-Hörbücher. Ich bin mitten im fünften Band und hassehassehasse Professor Umbridge. Boah. Ich hoffe, solche Züge als Lehrerin nehme ich nie an.
Zumindest sehe ich nicht so krötig aus, wie sie beschrieben wird. Hoffe ich.
Ich wäre ja lieber eine Professor McGonnagall, aber da muss ich an meinem Dutt und der Strenge arbeiten.

10. Inzwischen ist es schon spät und ich siedle um. Abschminken und Geschmeide weghängen. Heute waren Herzchenohrringe dran, ich muss aber auch dringend meine Quallen-Ohrringe mal ausführen… 😉

11. Quatsch mit Gesichtsmasken! Masken mit Aktivkohle sind ja grundsätzlich toll, aber der Dreck, den die machen. Naja, wenn es denn hilft…

12. Da man ja auch mehrere Hörbücher zeitgleich hören kann, nehme ich zum Twitterlesen noch einen Kay-Scarpetta-Krimi mit ins Bett. Die sind ziemlich gut, ich bin überrascht. Laut Kritiken sind diese Krimis mit ein Schritt dahin gewesen, dass Forensiker in Krimis und Thrillern eine deutlich größere Rolle bekommen haben. Die Protagonistin ist recht cool, die Fälle spannend, ich mags!

Ein sehr normaler Freitag also, dach dem ich angeschnupft ins Wochenende starten kann 🙂

Hier der letzte Monat: April.
Und das letzte Jahr: Mai 2016, da war es viel sonniger…