#12von12 im April 2017

Ein neuer Monat, ein neues 12von12 und hier findet ihr wie gehabt die Sammlung vieler teilnehmender Blogger, die bei der Aktion einen Blick in ihren Alltag gewähren.

Ich habe es auch geschafft, zwölf Bilder zu machen, allerdings hätte der Tag langweiliger nicht sein können. Aber seht selbst!

Der Tag startet einfach mal schon um halb fünf morgens. Grund dafür ist ein spontaner Anfall von leisure sickness (Diagnose umstritten, ich tu ja gerne so, als wüsste ich alles, aber Medizin hab ich nun nicht studiert…), der mich am Dienstag ans Bett bzw. Sofa fesselt. Mein Schlafrhythmus und meine Ernährung sind tags darauf darum so durcheinander, dass ich schon um 4.26Uhr aufwache und hellwach bin. Deshalb gibt’s erstmal Tee und Brühe, um wieder klar zu kommen, und irgendeine Serie. Ich glaube, es war American Horror Stories. Da ist der Plot der 5. Staffel so verwirrend und voll von charakterlosen, dunkelhaarigen Männern, dass man sich beim Zugucken eh keine Mühe geben muss… Aber Lady Gaga trägt wenigstens hübsche Kleider!

Später am Tag ist der Kreislauf ein bisschen wacher und es gibt Frühstück. Schonkost, man will es ja nicht übertreiben. Aber es scheint zu klappen!

Da der Mann im Haus ebenfalls kränkelt, bleibt grade sehr viel Haushaltskram liegen. Ich verräume also im Schneckentempo den Spülmaschineninhalt und falte ’ne Maschine Wäsche weg und muss dann erstmal wieder ’ne Runde aufs Sofa. Ohne Spaß, dass einen das so aus dem Leben schießt…

Mittagessen, wieder Schonkost: Zwieback und Brühe. Ich habe an dem Tag übrigens die Hühnerbrühe verlorgen. Ernsthaft. Ich hab mir morgens Hühnerbrühe gemacht und danach das Glas mit dem Brühepulver nicht wieder gefunden. Es. Ist. Weg. Keine Spur. Nicht im Kühlschrank, nicht in irgendeinem anderen Küchenschrank, einfach weg! Bin ein bisschen beeindruckt von mir selbst, was ich so für Tricks kann.

Auch, wenn man es uns Lehrern selten glaubt, aber auch in den Ferien ist gelegentlich Schule angesagt. Hier sieht man einen Teil meiner Unterrichtsvorbereitung für die Wochen nach den Ferien. Meine Kleinen dürfen was zum Thema Stoffgemische machen, die muss ich noch entsprechend abfüllen und mit zur Schule nehmen. Also, die Stoffgemische. Nicht die Schüler. Das mit dem Abfüllen kriegen zumindest die Großen (Grüße an dieser Stelle, ihr lest doch schon wieder mit! Lest lieber Kram, der euch auf die Prüfung vorbereitet, ihr fauler Haufen! 😉 ) wunderbar selbst hin.

Zu Belohnung gibt’s danach den neuen Podcast von Sarah Kuttner und Stefan Niggemeier, den ich ganz fantastisch finde. Sarah Kuttner ist eh großes Kino und mit welcher Inbrunst die mit Stefan Niggemeier über Serien und Events des deutschen Fernsehens schimpfen oder schwärmen kann, ist ein Traum. Macht sehr, sehr viel Spaß!
Außerdem kann ich beim Hören liegen, das kommt mir grad sehr entgegen.

Der Wolf kommt früher heim, wie erwähnt, dem geht’s auch mies. Sobald ich mich in der Lage fühle, sorge ich mit ca einer Tonne Milchreis für ein frühes Abendbrot. Es gibt in jedem Haushalt übrigens eine leicht verranzt aussehende Tupperdose mit Zimt-Zucker-Mischung. Gehört sich so!

Für mich ist im Milchreis ein geriebener Apfel versteckt. Kinder, ich weiß jetzt alles über Schonkost! Äpfel sind super, zumindest geschält und gerieben, Bananen auch, Zwieback sowieso…fragt mich einfach!

Danach verdrömeln wir noch ein bisschen Zeit auf dem Sofa mit Please like me, einer ganz wunderbaren Serie, die mir übrigens von Sarah Kuttner und Stefan Niggemeier ist irgendeinem Podcast empfohlen wurde… welcher war das noch gleich…?

Das Problem daran, wenn ich nur rumliege und eigentlich zu viel Zeit habe, ist, dass ich im Internet ganz häufig schöne Dinge finde und dann auch sofort haben muss. Zum Beispiel ein Schnittmuster. Ich hab’s dann auch direkt mal gekauft und gedruckt und über STUNDEN zusammengeklebt. Ich. Bin. SO. LANGSAM! Es macht mich kirre…

Nach einer Ewigkeit (mehr als die Hälfte der Zeit saß ich auf meinem Sitzkissen und habe das Schnittmuster angestarrt…) bin ich fertig und suche in meinen Resten nach Stücken, die ich zum Testen nehmen kann. Neue Schnitte sind ja immer so eine Sache. Bevor ich da den „guten“ Stoff anschneide, nehm ich erstmal den, der eh noch da ist und weg muss. Es wird ein Raglan-Shirt, blau mit schwarzen Ärmeln und schwarzem Bündchen.

Zum Abschluss des Tages gibts noch eine Brühe (Hühnerbrühe ist weiterhin verschwunden! Magic!) und ein, zwei Runden The Binding of Isaac, immerwährendes Lieblings-Zwischendurch-Spiel.

Ein sehr lahmer und trotzdem anstrengender Tag. Boah. Das mit dem Kranksein brauche ich so schnell nicht nochmal…

Hier der letzte Monat: März.
Und hier, letztes Jahr.