Vorbereitung, Listen und reger Austausch – mein Beitrag zur Blogparade

Herr Mess fordert in seiner Blogparade Lehrerkollegen auf, zwei Fragen zu beantworten:

1. Welche Situationen im Schulalltag empfindest du persönlich als belastend?

2. Welche Strategien hast du dir zurecht gelegt, um mit derartigen Situationen zurecht zu kommen?

Was den Lehreralltag angeht, bin ich ja als Berufsanfänger noch sehr grün hinter den Ohren. Am Anfang stresst erstmal fast alles. Ich beschränke mich auf zwei Punkte, die ich am stärksten bewerte.

Was ich persönlich anstrengend finde und wobei ich mich auch wunderbar nächtelang verzetteln kann (und dadurch viel zu wenig schlaf bekomme), ist die Suche nach bzw. das Erstellen von Material, das ich für geeignet halte. Bis ich den richtigen Text, das richtige Arbeitsplatz, den passenden Versuch gefunden bzw. erstellt habe, geht so oft noch viel zu viel Zeit drauf.
Ähnlich ist es beim Konzipieren von Klassenarbeiten. Da fehlt mir einerseits noch die Erfahrung und andererseits der entsprechende Aufgabenpool.

Das zweite Feld, das mich stresst, sind Elterngespräche. Auch da ist das Hauptproblem die fehlende Erfahrung und dazu kommt die Tatsache, dass ich nur selten auf Konfrontation aus bin. Wenn Gespräche anstehen, bei denen ich weiß, dass sie nicht ganz friedlich ablaufen werden… Ohje.

In den letzten Monaten habe ich folgende „Strategien“ entwickelt, um mir das Leben etwas leichter zu machen:

Material und Klassenarbeiten
-> Austausch und paralleles Arbeiten
Inzwischen habe ich in fast jedem Jahrgang einen Kollegen, mit dem ich parallel arbeite und mit dem ich Texte, Arbeitsblätter und Klassenarbeiten austausche. Das hilft ungemein! Oft muss ich dadurch nur Kleinigkeiten anpassen, sitze aber nicht mehr nächtelang am Schreibtisch, um den perfekten Text zu erstellen…
Für die Kollegen ist es natürlich auch eine nette Sache. Vor allem in Deutsch arbeite ich mit älteren Kollegen zusammen, die sich über neues Material freuen. Es lief bei den letzten Malen dann so, dass ich bspw. das Diktat mit Regelteil erstellt habe, der Kollege den Aufsatz.

Stress  vor Gesprächen
-> Vorbereitung
Naja, echt kein Geheimtipp, aber mir hilft es… Ich versuche die Fragen, die z.B. von Eltern kommen könnten, möglichst stichhaltig beantworten zu können. Wenn ich also weiß, dass es vermutlich um die mündliche Note ihres Sprösslings geht, halte ich meine Aufzeichnungen dazu bereit, an denen die Note erkennbar und nachvollziehbar ist.

Was mir abseits dieser Punkte das Leben noch erleichtert, sind Listen. Listen sind super! Ich liste mal auf:
– To-Do Liste für bestimmte Zeiträume
– Kopierlisten für die jeweiligen Tage
– „Muss-ich-noch-in-der-Sammlung-suchen“-Listen für Versuche.

Hilft mir ungemein dabei, mich zu sortieren. Auch vom Kopf her: Was auf der Liste steht, wird erledigt und sitzt mir nicht mehr als „muss ich auf jeden Fall dran denken!“ im Nacken.

Eines meiner größten Probleme ist bisher noch, dass ich zu viel Kram mit nach Hause nehme und (da ich nebst Arbeit einfach auch viel anderen Kram am Rechner mache) Arbeitsplatz und Freizeitbereich kaum trennen kann. Ich versuche zwar, mir einen klaren Feierabendpunkt zu setzen, an dem die Tasche gepackt ist, keine Schulsachen mehr auf dem Tisch liegen und ich nichts mehr dafür mache, aber das klappt noch nicht immer.
Total spannend fand ich deswegen den Artikel in der Blogparade über effizientes Arbeiten und schreibe mir das als guten Vorsatz direkt auf meine To-Do-Liste!

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2 Gedanken zu “Vorbereitung, Listen und reger Austausch – mein Beitrag zur Blogparade

  1. Pingback: Blogparade: Nur kein Stress! | Herr Mess

  2. Hallo Frau Kleineschwester, durch die Blogparade von Herrn Mess sind wir auf deinen Blog gestoßen. Deine Stressbewältigung liest sich gut. Des Weiteren haben wir noch auf die Seite „FRAU KLEINESCHWESTER“ geschaut und gelesen, wer du bist. Dürften wir dich bitten, mal bei uns vorbeizuschauen (www.elakranz.wordpress.com)? Wir hatten vor kurzem dazu aufgerufen, bei uns einen Kommentar auf unseren ersten Beitrag „Wie kommen Lehrerblogs zu ihrem Namen?“ zu hinterlassen. Wir würden uns sehr freuen. LG aus dem Lehrercafe, heute von Alexa

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