Elternsprechtage und Ausgleich

In den letzten Wochen waren sie da… die ersten „echten“ Elternsprechtage!

Im Ref habe ich zwar auch schon zwei davon mitgemacht, aber da ich zu dem Zeitpunkt nur Chemie eigenverantwortlich unterrichtet habe, kam kaum jemand: Eine Mutter, die allerdings bei allen war, und ein Elternpaar, das vom Sohn geschickt worden war, damit sie mal was Nettes hören (hat auch geklappt, der Knabe war gut in Chemie!).

Dieses Jahr stand ich als Deutschlehrerin dreier Deutschklassen vor zwei pickepacke-vollen Abenden. Und es war gar nicht sooo schlimm!

Die meisten Eltern scheinen tatsächlich zufrieden mit mir und den Leistungen ihrer Kinder in meinem Unterricht zu sein. Bei den Kindern der 5. Klasse und den zugehörigen Eltern gibt es noch Unsicherheiten, die sich aber in der nächsten Zeit ausschleichen werden.
Es gab überwiegend sehr nette Gespräche mit sehr netten Eltern. Tipps meinerseits, wie ruhigere Schüler sich mehr beteiligen können (Hausaufgaben oder erarbeitete Ergebnisse vortragen, um sich daran „festhalten“ zu können, Aufzeige-Strichlisten führen, etc.), Hinweise der Eltern, was ihren Kindern noch Schwierigkeiten bereitet, gemeinsame Lösungsansätze, rundrum eigentlich sehr nett!

Eine Mutter fiel allerdings sehr aus dieser Rolle. Ich würde ihr Kind falsch einschätzen, ich sei Schuld (zumindest gab sie mir das Gefühl) an Lehrerausfällen und -wechseln, die Prüfungsvorbereitung wäre mies. Puh!
Ich muss zugeben, dass ich der Guten noch nicht so viel entgegen zu setzen hatte. Da fehlen mir einfach noch Erfahrung und Coolness der älteren Kollegen. Ihr das KC unter die Nase zu halten wäre ’ne Lösung gewesen. Oder (apropos Nase) sie darauf hinzuweisen, dass ihr Spross vor allem durch intensives Nasebohren auffällt… im Moment hoffe ich, dass sie auch beim nächsten Elternsprechtag da ist. Dann bin ich vorbereitet! Dieses Mal konnte ich nur mit den Kollegen Sushi essen gehen (Hammer!) und schimpfen. Aber die älteren Semester haben mir freundlicherweise bestätigt, dass die Dame bei jedem erstmal so drauf ist. Na dann!

Als Ausgleich war ich sonst übrigens sehr häuslich. Die große Schwester war da und wir haben tonnenweise Kekse gebacken! Seit unsere Mutter sich in der Vorweihnachtszeit vor ein paar Jahren mal bei einem Treppensturz beide Füße zerlegte und wir damals das Backen für die Familie übernahmen, ist das bei uns Tradition: Zu Beginn der Weihnachtszeit treffen wir uns und backen 4-5 Sorten Kekse (allerdings nur noch für ihren und meinen Bedarf, Mama ist ja wieder fit!). Das ist immer super-anstrengend und super-lustig zugleich! Mehlstaub macht wohl nicht nur Explosionen, sondern auch dösig im Kopf 🙂

Nähen muss ich auch wieder. Hier habe ich noch Bilder der fertigen Sofakissen, die ich zum Ferienende genäht habe.

Außerdem habe ich mir eine Yoga-Hose genäht. Allerdings eher fürs Sofa.. als würde ich Yoga machen 😀

Für den Wolf gibt es was Genähtes zu Weihnachten, das Projekt läuft unter dem Decknamen „Füchschenpullover“ und ist streng geheim! Da müssen noch ein, zwei Abende für dran glauben, denke ich…
Außerdem habe ich noch kuscheligen Sweat-Stoff (Winterrock!) und Wachstuch (Schulbrottüten!). Mal sehen! Wenn ich die Aufsätze der Fünfer durch hab!