Ausgleichs-Nähen

Um in den Ferien nicht nur Schulkram zu machen, habe ich in der letzten Zeit wieder ein bisschen die Nähmaschine bemüht. Dank des Wolfs habe ich inzwischen sogar eine recht nette Nähecke! Mit einem hohen Tisch!

Hier der Vergleich:

Arbeitsplatz

Die Nachher-Version ist definitiv bequemer…

Da ist dann auch eine zweite Gula entstanden. Die Große Schwester findet sie sehr rockabilly 😉

Gula

Und weil ich so gerne patchworke und mal wieder ein paar Reste loswerden will, arbeite ich grade an Sofakissen.

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Links ist im Stil der Patchwork-Decke, rechts aus Stoffresten, die ich noch hatte. Für drei weitere habe ich noch Stoff zugeschnitten, alle mit ähnlichen Stoffen wie das rechte Kissen. Die Rückseite (die beim linken Kissen noch fehlt) besteht aus T-Shirts vom Wolf, die sich beim Waschen verzogen oder von irgendwo her Löcher bekommen haben. Dieses Rumpatchworken macht total Spaß 🙂 Ich glaube, da muss irgendwann nochmal noch eine weitere Decke her…

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Sind wir angekommen?

Seit gut sechs Wochen bin ich nun an meiner neuen Schule. Mit mir zusammen haben noch vier andere Kolleginnen angefangen, bis auf eine sind wir alle frisch aus dem Ref geschlüpft. In den ersten Wochen gab es so viele neue Eindrücke, dass ich sie gar nicht alle auflisten kann. Vor allem fand ich es beeindruckend, wie leicht manche Dinge fallen und wie schwer und langwierig andere sind.
Aber der Reihe nach, ich habe noch bis Sonntag Ferien und kann etwas über die letzten Wochen sinnieren…

Gut angekommen? (Hier folgt der Bezug zur Überschrift)
Nach etwa vier Wochen im Dienst bat die Schulleitung meine Frischlings-Kollegen und mich zum Gespräch. Wir sollten über unsere ersten Wochen berichten: Haben wir gut reingefunden? Gab es Dinge, die die Schulleitung hätte anders machen können? Haben wir Fragen?

Es ist schonmal ziemlich cool, dass die Chefs von sich aus kommen und das Gespräch suchen. Und wir waren uns einig, dass es ein sehr freundlicher und vom Kollegium stark erleichterter Start war. Wir konnten immer jeden mit Fragen löchern und haben Hilfe aus allen Richtungen (auch ungefragt und unaufdringlich!) bekommen. Super! Alt-eingesessene Kollegen haben sich für uns Zeit genommen, wollen mit uns parallel arbeiten, stellen uns Klassenarbeiten und co zur Verfügung. Es hätte kaum besser laufen können!

Gespräche mit der Schulleitung hatte ich noch mehr: Der Schulleiter kam zu einem Beratungsbesuch. Ich muss sagen, der kann häufiger kommen! Man hört schon gerne, dass man da vor der Klasse „genau richtig“ stünde und die weitere Planung für die Einheit „bärenstark“ wäre… 😉 Es lief gut, obwohl ich selbst mit der Stunde nicht ganz zufrieden war. Aber der Schulleiter fand es in Ordnung, das zählt!

Einfach und schwierig
Spannend, was im Lehreralltag so Zeit frisst und was recht leicht geht… Das Unterrichten selbst ist eigentlich die leichteste Übung. Die SuS an meiner Schule sind halt auch einfach ziemlich cool. Da geht der Unterricht recht leicht von der Hand. Bis auf diese eine siebste Klasse… die sorgen bei mir für graue Haare! Von den Charakteren in der Klasse her superschnuffig, aber die schnallen alle nicht, dass ich denen vielleicht auch irgendwann Noten gebe und die auch mal ne Klassenarbeit schreiben müssen…

Um die Übersicht zu behalten, was wann im Schuljahr passieren muss, versuche ich, langfristig zu planen und auch die Klassenarbeiten (Protipp einer erfahrenen Lehrerin) zeitlich schon in etwa festzulegen. Dieses Termine festlegen und abgleichen finde ich zwar supernervig, aber es ist wichtig…leider.
Wichtig sind auch Konferenzen und Absprachen. Ich unterrichte eine Klasse, in der einige SuS mit Förderbedarf sind. Da muss ich mich regelmäßig mit den anderen Fachlehrern absprechen und in den nächsten Wochen stehen Förderplanbesprechungen an, yay.
Das sind alles so Dinge, mit denen ich noch nicht viel Erfahrung habe, dementsprechend fühlt es sich für mich sehr aufwändig an. Ich hoffe, dass ich da noch etwas reinwachse…
Sehr gespannt bin ich auf die Elternsprechtage. Die sind in ca 3 Wochen. Ich gehe davon aus, recht volles Haus zu haben, immerhin habe ich drei Deutsch-Klassen. Die Eltern zu den Kindern kennen zu lernen ist eine aufregende Sache und bisher war der Kontakt noch nicht so intensiv. Also, schauen wir mal, was da auf uns zu kommt!

Inzwischen habe ich übrigens die erte Korrekturphase hinter mir. In allen Deutsch-Klassen habe ich Diktate geschrieben. Diktate sind für mich toll, weil sie leicht zu korrigieren sind. Das ist dann aber auch der einzige Vorteil, den diese Form der Leistungsüberprüfung hat…
Wie oft ist man schließlich in der Situation, in der einem ein unbekannter Text vorgelesen wird, den man mitschreiben muss? Ist mir (von Adressen mal abgesehen) bisher selten passiert…
Daher war ich positiv davon überrascht, wie der Diktat-Standard an meiner Schule ist. Die Arbeit ist grundsätzlich geteilt in Diktat-Teil und Regelteil. Im Regelteil werden Rechtschreibregeln abgefragt, die vorher behandelt wurden.
Der Diktat-Teil enthält ein Drittel Text, das vorgelesen wird, ein Drittel, das abgeschrieben werden soll und ein Drittel, in dem Fehler versteckt sind, die die SuS finden müssen.
So finde ich den Aufbau schon etwas…handfester als das bloße Vorlesen von Text. Vor allem das Korrigieren von Fehlertexten ist supersinnvoll. Die SuS müssen ein Gefühl und ein Auge dafür bekommen, Texte zu überarbeiten, um ihre eigenen verbessern zu können.

Aber jetzt ist ne Reihe von Aufsätzen dran…ohhhweh…