Ein frischer Start!

Puh, das Ferienende kam und damit eine Welle neuer Eindrücke, neuer Menschen, Kollegen, Schüler! Der Wahnsinn, so ein Schulstart!
Aber von Anfang an…

01.09.2015 – Fortbildung

Das Schuljahr begann mit einer Fortbildung, thematisch ging es um den Bereich Classroom-Management.
Den Begriff musste ich jetzt in meinem Umfeld mehrfach erklären, er scheint außerhalb der Schule nicht so bekannt zu sein. Also, im Prinzip ist das Klassenführung, sprich Organisation, Regeln, Rituale und Konsequenzen.
Insgesamt eine okaye Sache, aber viel, das ich auch schon in meine Pädagogik-Seminaren gelernt habe. Ob das jetzt für die Qualität meiner Seminare oder gegen die der Fortbildung spricht, man weiß es nicht.
Es war zumindest ein recht langer Tag, bis ca 16:30 war ich in der Schule.


02.09.2015 – Dienst- und andere Besprechungen

Vor dem Dienst kommt die Dienstbesprechung. Das heißt, etwa 2 Stunden an Informationen über unterrichtliche Besonderheiten, personelle Änderungen undundund. Eben alles, was so wichtig sein könnte in den neuen Wochen und im Schuljahr überhaupt.
Nach der Dienstbesprechung hatte ich noch ein Date mit einer Kollegin, mit der ich gemeinsam unterrichte. Das Modell „Oberschule“ ist an meiner Schule noch recht neu, die 9. und 10. Klassen werden noch nach dem alten Modell unterrichtet. Das umfasst in den Hauptfächern getrennte Förderung. In Mathe und Englisch gibt es Kurzse, in zwei von vier Deutschstunden gibt’s mich als Zusatzkraft, die die „Hauptdeutschlehrerin“ unterstützt, mit einzelnen Schülern gezielt übt oder sich mal Leute rausnimmt, die stärker gefordert werden müssen. Das will natürlich alles abgesprochen sein.
Da ich noch drei (DREI!) weitere Deutschklassen habe, mische ich mich in diese Stunden nicht so stark ein, aber wir mussten ja trotzdem mal ein wenig drüber reden…
An dem Tag mussten aber auch noch ganz viele andere Kollegen „mal eben schnell!“ etwas mit mir besprechen, sodass ich erst gegen drei zu Hause war und gehöriges Rauschen im Kopf hatte. Da war ich abends echt fertig, weil ich vor so viele neue Situationen gestellt wurde. Zum Beispiel wäre da diese 5. Klasse…
Ich unterrichte Deutsch in einer 5. Klasse, in der vier Inklusionsschüler mit Förderbedarf sind. Deswegen werde ich immer von einer darin ausgebildeten Kollegin begleitet. Also doch wieder Leute in meinem Unterricht! (Aber die Kollegin ist toll und die gemeinsame Planung klappt gut!)

Neue Klassen – neuer Unterricht!

Logischerweise gibt es neben neuen Kollegen auch unfassbar viele neue Schüler. Ich unterrichte zwei 5. Klassen, zwei 7. Klassen eine 10. Klasse und diese zwei Stunden Deutsch in der 9. Dazu kommt noch eine AG: Chemie für Mädchen.*
Der Unterricht selbst macht Spaß. Das ist auch sehr gut so, sonst hätte ich irgendwo in den letzten sieben Jahren was anders machen müssen!

Um es mal ganz platt zu sagen: Fachlich fordert mich der Unterricht bisher nicht. Gut, die 10. Klasse war diese Woche auf Klassenfahrt, mal sehen, was sich da noch ergibt. Aber Deutsch und Chemie in der Mittelstufe sind einfach recht niedlich.
Was mich aber ins Taumeln bringt:
– die Spannweite der Leistungen, zu denen die Schüler fähig sind. Am Gymnasium hat man doch deutlich homogenere Truppen.
– die kleinen Fünftklässler! Die können ja noch fast nix (ich kann da eine gewisse Grundschullehrerin laut lachen hören!)! Der Chemieunterricht mit denen wird wirklich spannend! …naja, ein bisschen freu ich mich ja drauf. Die ersten Versuche sind eh nur Kipp- und Schüttelversuche, das wird wohl!
– diese eine 7. Klasse. Die sind schwierig. Ich hoffe, mit denen wird das noch was… Die sind supernett, aber leider auch undiszipliniert und laut.

Neue TASCHE!!

Da die ersten Tage meine alte Tasche in die Knie gezwungen haben, habe ich mein Problem meiner gütige Patentante mein Leid geklagt und gefragt, ob sie mich beim Kauf einer neuen unterstüzten könnte. Sie hat noch viel mehr gemacht und (als Examens- und Geburtstagsgeschenk) die ganze Tasche bezahlt.
Und WAS für eine Tasche!
Ich präsentiere: aunts&uncles Big Finn:

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Einmal der Vergleich zur alten Tasche (links, 12 cm Tiefe)

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Gepackt! (ca. 18 cm Tiefe)

Sie ist ganz wunderschön und ich freue mich jeden Tag drüber!

*Die hab ich mir nicht ausgedacht, sondern nur den Titel von meiner Vorgängerin übernommen.