Was war denn überhaupt los hier? #3

Kurz vorweg:
Nicht mehr Referendarin, ab jetzt Assessor des Lehramts! Yeah! Examen überstanden!
Das verdient bei Gelegenheit nochmal einen längeren Eintrag, aber da ich ja eh nur so semiregelmäßig poste, dauert das. Aber die drei Leute, die hier ab und an reinschauen, kennen die Geschichten dazu eh!

Heute soll es ja um die schriftliche Arbeit gehen. Die hat übrigens keine gruselige Abkürzung, sondern heißt einfach schriftliche Arbeit. Ich würde aber die Abkürzung „schrAb“ vorschlagen!

Die schrAb macht ein Drittel der Gesamtnote aus und wird im zweiten Halbjahr geschrieben. Als Thema war früher mal eine Unterrichtseinheit gesetzt, die man geplant, durchgeführt und reflektiert hat. Da das Ref in den letzten Jahren gekürzt wurde, wurde auch der Umfang der Arbeit auf 15 Seiten beschränkt.
Die Themen sollen sich dementsprechend auf andere Dinge als komplette Einheiten beziehen. Idealerweise findet der fleißige Referendar ein Thema, das ihn im Schulalltag beschäftigt, und befasst sich intensiv damit.
Ich habe mir als Thema eine Organisationsform für Schülerexperimente im Chemieunterricht überlegt. Das Problem bei Schülerexperimenten ist grundsätzlich, dass es zu wenig Arbeit für alle Schüler gibt. Die Gruppen bestehen je nach Klassengröße aus 3-4 Schülern, meist haben nur 2 davon während des Versuchs tatsächlich einen Job. Da es sich meist schnell herausstellt, welche Schüler Bock auf Versuche haben oder einfach mehr Frontsau sind als andere, ergibt sich nach wenigen Stunden eine feste Aufgabenverteilung: Ein bis zwei Schüler machen alles, die anderen sitzen dabei, stören, langweilen sich, drehen Däumchen, lernen nichts.
Ich habe versucht, durch klare Aufgabenzuteilung meinerseits dieses Schema aufzubrechen. Den Schülern hat das Prinzip zum Großteil gefallen, den Fachleitern so mittel. Schade!
Grundsätzlich finde ich das Prinzip der schrAb gut. Man sucht sich selbst ein Thema, das einen interessiert, und kann sich intensiv damit beschäftigen. Allerdings ist der Zeitraum so blöd gewählt. Im zweiten Halbjahr ist einfach auch so viel anderes los, dass die Arbeit bei vielen wirklich zu kurz kommt. Also ist die Arbeit vor allem Zusatzbelastung und macht sich meist eher negativ in der Gesamtnote bemerkbar…

Nächste Folge:
Die letzten GUBs und die Vorbereitung aufs Examen.

Übernächste Folge:
Die erfolgreiche Jobsuche!

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5 Gedanken zu “Was war denn überhaupt los hier? #3

  1. Pingback: Was war denn überhaupt los hier? #4 | Zwischen Giftschrank und Wörterbuch

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