Letzte Ferientage und WiP#3 (geschafft!)

Die Ferien nähern sich mit riesigen Schritten dem Ende, Donnerstag ist der erste Schultag. Morgen habe ich schon eine ganztägige Fortbildung und Mittwoch die erste Konferenz, also war heute der letzte Ferientag. Ich habe ihn alleine mit Wäschewaschen und anderem Haushaltskram (staubsaugen, Betten neu beziehen,…) verbracht, das war nach der letzten Woche aber auch okay.
Wir hatten ab Mittwoch quasi durchgehend Besuch. Das waren nur liebe Menschen und ich hatte ganz viel Spaß, habe Magic-The Gathering gelernt, war im Stoffladen, habe Pizza belegt, gebruncht, bei Munchkin verloren undundund, aber das schlaucht doch ein wenig.
Deswegen war heute Hausarbeit begleitet von Hörbüchern in Ordnung.
Heute werde ich noch meine Tasche für morgen bepacken und Fragen aufschreiben, mit denen ich neue Kollegen noch löchern muss. Jippie!

In der Zeit, in der kein Besuch da war, habe ich genäht. Wir erinnern uns an die Liste, die ich abarbeiten musste:

– Quadrate ausschneiden
– Muster legen
– Reihen zusammen nähen

– Nahtzugaben bügeln (wichtig! Sonst gibts Knubbel!)
– die restlichen Reihen nähen
– die Rückseitenerweiterung zusammennähen
– ein Vlies als Futter kaufen
– alle drei Lagen zusammennähen
– Applikation draufsteppen

Das Zusammennähen der Reihen ging insgesamt doch recht fix, sodass ich den Punkt und das Annähen der Erweiterung an die Rückseite schnell abhaken konnte.

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Hier sieht man auch schon die Applikation, die ich aufsteppen wollte, der Punkt ist also auch erledigt. Es ist übrigens ein Stück aus einem T-Shirt, das an mir inzwischen leider etwas knapp sitzt…
Oben und unten habe ich noch je einen ca 16cm breiten Fleece-Streifen ergänzt, um die Decke etwas länger zu machen, damit man sich damit auch zudecken kann.

Hier ein kleines Detail: Papas Hemd hatte eine Tasche 🙂

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Mit einer der lieben Besucherinnen war ich im Stoffladen und habe dort Vlies gekauft. Es ist nicht besonders dick, nur 62g/m², aber ich hatte die Befürchtung, dass meine Maschine nicht mehr schafft…

Tja, dann sind wir schon beim letzten Schritt!
Alle Lagen zusammen nähen…klkingt super-easy, ist es aber nicht…
Ich habe von meiner Nachbarin, die auch gerne näht, eine Anleitung bekommen, nach der ich dann vorgegangen bin:
Patchworkteil auf Vlies legen (s. erstes Bild), stecken, Vlies abschneiden. Rückseite rechts auf rechts auf den Patchworkteil legen, abstecken, nähen.
War ein ziemlicher Krampf und ist auch nicht grade geworden…Tjanun.
Man lässt bei dieser Variante dann eine Wendeöffnung, wendet alles und näht am Rand mit einem Stich nach Wahl einmal um die Decke rum:

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Danach wird noch ein größeres Rechteck in der Mitte durch alle drei Lagen genäht, damit nichts verrutscht und fertig!

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Es sind viele Fehler und Macken drin, schiefe Nähte, Blut, Schweiß, Tränen und kreative Flüche, aber es ist meine!!

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So stolz!!

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WiP #2 und ein Schulbesuch

Heute war ich ganz strebsam und habe eine Woche vor Schulbeginn meine neue Schule besucht. Begleitet wurde ich von einer Kollegin, die ich aus dem Seminar kenne und die mit mir neu anfängt. Wir haben nach ein paar Räumen geschaut, uns mit den Gebäuden vertraut gemacht und mit den interaktiven Tafeln rumgespielt.
An der Schule werden in vielen Räumen die Active-Boards eingesetzt; sie nutzen dort sowohl Promethean- als auch Smart-Boards. Meine alte Schule war in Bezug auf die Nutzung dieser Geräte recht…zurückhaltend. Wir hatten nicht eine interaktive Tafel. Dementsprechend unerfahren bin ich mit den Dingern. Ich hatte mal eine Fortbildung dazu, aber wenn man nicht regelmäßig damit arbeitet, ist die Umstellung nicht ganz leicht.
Die Funktionen sind cool: Interaktive Tafelbilder, Mitschriften von der Tafel direkt speichern oder drucken, viele Gestaltungsmöglichkeiten, die die normale Tafel nicht so zulässt. Trotzdem werde ich mich da noch ein bisschen reinfuchsen müssen…
Naja, in meinen Bewerbungen steht, dass ich mich für technisch durchaus fähig halte. Dann muss ja was kommen!

Auch sonst war der Schulbesuch ganz nett: Mein neuer Schulleiter war da und hat uns sehr freundlich begrüßt. Der hat also auch keine Ferien mehr…Und so langsam finde ich mich auch in den Räumen zurecht. Nicht so einfach in alten Gebäuden!

Neben dieser Streberaktion habe ich den Dauerregen als Ausrede fürs Nähen genutzt und an der Decke weitergearbeitet.
Es standen ja noch einige Punkte auf dem Plan, die ich auch noch ergänzen musste:

To Do:
– Quadrate ausschneiden
– Muster legen
– Reihen zusammen nähen

– Nahtzugaben bügeln (wichtig! Sonst gibts Knubbel!)
– die restlichen Reihen nähen
– die Rückseitenerweiterung zusammennähen
– ein Vlies als Futter kaufen
– alle drei Lagen zusammennähen
– Applikation draufsteppen

Die Rückseite meiner Decke besteht aus Fleece-Decken vom gelb-blauen Möbelriesen. Ich hab recht günstige gekauft mit Fransen an den kurzen Enden, Maße: 130x170cm bzw. 130x160cm ohne Fransen. Für die Decke brauche ich allerdings etwa 140x170cm. Also habe ich zwei Decken gekauft, die eine in 16cm breite Streifen geschnitten (mein Quilt-Lineal ist so breit) und an die andere angenäht:

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Dadurch habe ich eine deutlich größere Decke und kann sie für meine Rückseite nutzen. Die Decke ist übrigens grau, aber mein Telefonio gibt das nicht so recht wider.

Dann habe ich gebügelt.
Ganz, ganz viel…

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Auf meinem fabrlich passenden Bügelbrett übrigens!!
Dadurch lassen sich die Nahtzugaben glatt mit vernähen, wenn die Reihen zusammengesteppt werden.

Inzwischen sind dann auch die ersten vier Reihen zusammengenäht, die übrigen stehen noch aus:
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Es geht also weiter!

Die nächsten Tage ist viel Besuch da, aber vielleicht schaffe ich das Vernähen der Reihen noch in den Ferien. Dann fehlt nur noch eine Applikation, die ich aus einem T-Shirt ausgeschnitten habe, und das Futter.

Nähcontent: Konspirative Treffen und ein „WiP“!

Unter Muttis (ich meine diese Verniedlichung sehr liebevoll!) ist Nähen ja wieder voll im Trend, vor allem für die Kleinen. Auch die große Schwester näht seit einigen Jahren. Erst für den Krümel, dann für den Krümel und die Motte, jetzt für die beiden und sich selbst. Da ich ziemlich gut darin bin, mir vor allem die coolen Sachen bei meinen Geschwistern abzugucken, habe ich mir das mit dem Nähen mal auf die „Muss ich irgendwann testen“-Liste geschrieben und auf nach dem Referendariat verschoben.
So war zumindest der Plan. Dann hat der Wolf mir zum letzten Weihnachtsfest eine Nähmaschine geschenkt.
Also habe ich mit dem neuen Hobby eben schon etwas eher angefangen.

Inzwischen kann ich manche Sachen sogar zeigen! So gab es vor kurzem zum Beispiel ein konspiratives Nähtreffen bei der großen Schwester, dort entstanden zwei Gulas und ein herrlich schiefer Drache:

Drache

Aktuell bin ich aber noch völliger Anfänger. Die Gula verzeiht zum Glück ungenaues Nähen (der Drache nicht so 😉 ), aber ich muss ja noch weiter üben. Dazu eignen sich Patchworkgeschichten total gut.
Daher, hier ein „Work in Progress“ (kurz „WiP“, deutsch: „es wird!“):

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Das sind die Bestandteile des Oberteils einer Patchwork-Decke. Stoffreste und gefärbte Altkleider von Mama und Papa, außerdem zwei Jeans vom großen Bruder. Quasi ein Familienprojekt.
Wie man sieht sind alle Quadrate geschnitten. Dazu hab ich einen Rollenschneider mit Lineal (16×32 cm) und Schneidebrett verwendet, das war super. Ging für die Menge echt schnell!

Jetzt heißt es nähen, nähen, nähen…
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Ich nähe immer die Reihen von links nach rechts zusammen. Da hab ich aktuell ca die Hälfte geschafft.

To Do:
– Quadrate ausschneiden
– Muster legen
– Reihen zusammen nähen

– die restlichen Reihen nähen
– ein Vlies als Futter kaufen
– alle drei Lagen zusammennähen
– Applikation draufsteppen

Mal sehen, wie weit ich noch komme, bald geht die Schule wieder los!

Deutsch oder Chemie?

Wenn ich neue Leute kennenlerne, wundern die sich häufig erstmal über meine Fächerwahl. Meistens höre ich „Igitt, Chemie!“ (und nur sehr selten „Igitt, Deutsch!“… kommt vor, aber selten!) oder „Wie kommt es denn zu der Kombi?“
Naja, sooo genau erklären kann ich das nicht. Ich mag einfach beide Fächer. Es macht tüchtig Spaß, sich in einem Text zu vertiefen, Besonderheiten zu finden und zu verfolgen oder selbst davon zum Schreiben angeregt zu werden. Genauso toll ist es, Experimente zu planen und durchzuführen, Reaktionsmechanismen nachzuvollziehen und irgendwann mit dem Wissen an Grenzen zu stoßen, sodass man neue Modell und neue Erkenntnisse zuziehen muss, um weiter zu kommen. Total gut!
Vielleicht liegt es auch an meinen Lehrern in der Schule? Ich hatte sowohl mit Chemie- als auch mit Deutschlehrern wirklich Glück.

Ich merke inzwischen deutlich, dass ich gerne Deutsch unterrichte aber total auf Chemieunterricht stehe. Vor allem bei der Planung macht es sich bemerkbar. Ich darf aktuell für Klasse 7 und Klasse 5 ganz viel Grammatik planen. Ätzend. Superätzend. Mir graut es davor, das zu unterrichten!
Aber die Themen für Chemie, Klasse 5? Auf der ersten Blick total langweilig, aber beim Unterrichten tierisch. Die können noch nix, freuen sich aber nen Kullerkeks über alles, was man in Chemie macht!
Als erstes bespricht man Stoffeigenschaften. Löslichkeit! Farbe! Geruch! Megacool! Die SuS können Dinge von zu Hause mitbringen, Steckbriefe schreiben, Ratespiele daraus machen und ach! ich freu mich so darauf!

In der 7. Klasse ist es genau so: Hauptthema ist da die chemische Reaktion. Das heißt, wir machen die Kupfersulfid-Synthese und die Diiodpentoxid-Analyse. Beides megacoole Versuche mit Effekt und überhaupt. Ich freue mich jetzt schon auf die Reaktionen (höhö) der SuS, wenn sie bei der Analyse ein weißes Pulver erhitzen und violette Kristalle herausbekommen!

Mit einer Kollegin, die eine ähnliche Kombination fährt, habe ich mich schon oft darüber unterhalten. Vielleicht liegt es daran, dass die Naturwissenschaft konkreter ist und man gezielt auf einen Schwerpunkt hinarbeiten kann. Vielleicht ist es auch so, dass die Arbeitsweisen im NaWi-Unterricht grundsätzlich abwechslungsreicher und damit spannender sind. Oder vielleicht steh ich auch einfach nur auf Feuer und Knalleffekte. Ich weiß es nicht genau. Aber ich weiß, dass Chemieunterricht mir deutlich weniger Stress bereitet als Deutschunterricht und dass ich mich in der Chemie doch mehr zu Hause fühle. Ich hoffe immer, dass ich ein wenig der Begeisterung* davon weitergeben kann.

*Nicht falsch verstehen: Begeistern kann ich mich für Deutsch auch. Vor allem eben Lektürethemen, Lyrik und co. Ich habe mal sehr inbrünstig vor einer elften Klasse den Faust rezitiert. So eine schöne Stelle! Geerntet hab ich aber nur gelangweilte bzw. skeptische Blicke… 😉

Was war denn überhaupt los hier? #5

So, der vorerst letzte und recht kurze Beitrag aus dieser Reihe, diesmal zum Thema Jobsuche nach dem Ref.

Achja, das war auch nett. Das Schöne daran ist nämlich, dass sich der Prüfungszeitraum immer mit dem Bewerbungszeitraum deckt. Zumindest in Niedersachsen. Das ist ganz prima, weil man sich dann nämlich neben der Prüfung auch noch auf Vorstellungsgespräche vorbereiten kann. Wenn man denn welche hat.

Das Bewerbungsverfahren begann bei uns mit einer Online-Registrierung Anfang März bei der Landesschulbehörde und einer analogen Bestätigung dieser mit den vorläufigen Noten und (mal wieder) sämtlichen Zeugnissen, die man bisher so hat. Über diesen Ablauf hat uns btw. eine Dame aus der Behörde aufgeklärt, einen Tag, nachdem der (befristete!) Bewerbungszeitraum begann. Die hat auch so schöne Dinge gesagt, wie „für die Behörde zählen nur Ihre Noten!“ und „naja, Sie sollten nur eine Stelle annehmen, die Sie wirklich wollen, Versetzungsanträge werden fast nie bewilligt…“. Supi!

Ab Anfang April waren dann Stellen ausgeschrieben, auf die wir uns direkt bewerben konnten. Das waren zu dem Zeitpunkt superwenig, da das Land Niedersachsen versucht hat, mit einer Stunde Mehrarbeit für Lehrer am Gymnasium Stunden, Stellen und Geld einzusparen. Viele meiner Kollegen haben sich daher weiter weg beworben; Hamburg und NRW waren beliebte Ziele, obwohl die Stellen im Hamburg auch hart umkämpft sind.
Ich hatte mich schon fast mit einer Rückkehr in mein Dasein als Kaffeefee abgefunden, als der Beschluss um die Stunde Mehrarbeit als verfassungswidrig erklärt und damit gekippt wurde. Auf einmal waren da eine Menge Stellen, leider kaum mit meiner Kombination bzw. häufig zu weit weg. Der Wolf arbeitet unbefristet und recht glücklich in seiner momentanen Stelle, dementsprechen war ein Umzug nicht geplant. Mit viel Glück und ein bisschen Mundpropaganda bekam ich allerdings ein Bewerbungsgespräch an einer örtlichen Oberschule (= wie Gesamtschule, aber ohne Sek II), die mich gerne einstellen wollte. Nach kurzer Bedenkzeit nahm ich gerne an und werde dort in ca. 14 Tagen loslegen!

Deshalb sieht meine Beschäftigung aktuell so aus, dass ich mich mit dem entsprechenden Stoff auseinandersetze und die ersten Themenblöcke plane, damit ich einigermaßen vorbereitet und entspannt (hihi…ja, genau!) starten kann.
An dieser Stelle ein kleiner Tipp (falls hier tatsächlich mal auch andere Lehrer oder Referendare mitlesen):
Ein guter Lehrerkalender ist Gold wert. Ich habe tolle Erfahrungen mit einem Modell von 4teachers* gemacht. Die haben in ihrem Shop einen Kalender, den man sich aus einem Ordner und einer Loseblatt-Sammlung zusammenstellen kann. Hat mir die große Schwester kurz vor dem Ref zu Weihnachten geschenkt und ich finde den ganz prima!
Hat den Vorteil gegenüber A5-Modellen, dass man wirklich Platz hat, um sich Notizen für den Unterricht zu machen und kann Dank der freien Einteilung im Ordner nach Belieben ausgedünnt oder neu bestückt werden. Klarsichthüllen für Kleinkram, Listen und co können einfach dazu- oder eben wieder rausgeheftet werden. Prima Sache!

*Das Lob ist leider nicht von 4teachers gesponsort. Schön wär’s, mein Miniblog und Sponsoren… Ich finde den Ordner also wirklich gut!