Was war denn überhaupt los hier? #1

„Also, Frau kleineschwester, so nicht. Der letzte Eintrag war im Juli! Wir haben Januar! Januar!! Jetzt aber mal schnell aufgearbeitet, was hier so passiert ist!“
-„Und Sie sind…?“
„Los jetzt! Hopphopp!“

Also, ganz kurz: In den Sommerferien war nicht so viel los, was sich verbloggen ließ; danach war so viel los, dass ich keine Zeit zum bloggen hatte.
Die Langfassung werde ich in mehreren Einträgen hier nach und nach verfassen. Also, auf geht’s, was war denn überhaupt los in den Sommerferien?
In den Ferien hatte ich tatsächlich frei. Die sechs Wochen sind die, in denen man als Lehrer tatsächlich frei hat. Keine Korrekturen, keine Mappen oder Hausaufgaben, die nachgeschaut werden müssen, keine Nachmittagstermine. Nice!
Außer man ist Referendar und muss noch Folgendes machen:
– Unterricht für eine 9. Klasse in Chemie planen
– ein Portfolio schreiben (genauere Infos dazu später)
– MUPs schreiben (genauere Infos dazu später)
– ein Hausarbeitsthema finden (genauere Infos dazu… genau, später)
– eine Hausarbeit schreiben (ihr wisst Bescheid)
– meine letzten GUBs machen…
Habt ihr euch schon immer mal gefragt, wie man Unterricht plant? Mensch, gut, dass ihr hier seid!
Bei meiner Planung geht ich von mehreren Punkten aus:
Dem Kerncurriculum (KC), dem Schulcurriculum (SC), dem Schulbuch und ggf. meinen Zusatzmaterialien. Das Kerncurriculum ist die Vorgabe, die das Kultusministerium stellt. Hier wird für jeden Doppeljahrgang (also 5./6., 7./8., 9./10., Oberstufe) vorgegeben, welche Ziele und Kompetenzen im zweiten Jahr jeweils erreicht werden müssen. Häufig werden nur sehr grobe Vorgaben gegeben, die vielfach ausgelegt werden können. Genauer ist da das Schulcurriculum. Jede Schule hat entweder ein eigenes Curriculum oder einen Stoffverteilungsplan. Dafür setzt sich die jeweilige Fachgruppe gemütlich zusammen, nimmt das Kerncurriculum auseinander und konkretisiert das Ganze. Wenn das KC vorgibt, dass ein Drama oder eine Ballade gelesen werden soll, legt die Fachkonferenz für das SC eine gezieltere Auswahl fest, für Naturwissenschaften werden Experimente vorgeschlagen, etc.
Um noch gezieltere Vorschläge zu bekommen, wird ins Buch geguckt. Die gibt’s ja nicht nur einfach so aus Spaß, die Schulbücher, nene, die haben schon einen Sinn. Meist. Mit meinem Chemiebuch bin ich aktuell etwas unglücklich und schaue daher viel nach alternativem Material, aber die Grundsätzliche Reihenfolge, in der man vorgehen kann, ist im Buch gut festgehalten. Außerdem gibt’s Texte, Bilder, Aufgaben,… Alles, was man eben so braucht, um Unterricht machen zu können.
So, wir haben also als Grundlagen das KC, das SC und das Buch. Jetzt muss man nur noch die Lerngruppe und den Kalender mit einbeziehen und fertig ist die Laube. Naja, fast.
Es wird angeraten, vor der Planung ein Lernziel festzulegen. Manchmal, eigentlich sogar meistens, ist das sinnvoll. Dann hat man ein Ziel, einen festen Punkt, auf den man hin planen kann. Das hilft gegen Schwammigkeit in der Struktur der Stunde. Manchmal hat man allerdings auch Wiederholungs- oder Übungsstunden, in denen es nicht sooo sinnvoll ist, vorher ein Lernziel zu formulieren. Und, mit Verlaub, ich bezweifle, dass meine Kollegen, die das jetzt schon ein, zwei Jahre länger im Job aushalten, tatsächlich machen… Aber vielleicht wissen die auch einfach immer, was ihr Lernziel in der Stunde ist.
Das zur Stundenplanung, weiter geht’s die Tage mit dem Portfolio und der MUP!

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