Neuer Stundenplan

Als ob es nicht schwer genug wäre, sich an einer neuen Schule mit Kollegen und Schülern zurecht zu finden, werden wir dazu angewiesen, unseren Stundenplan im Quartalsrhythmus zu ändern. Abgesehen vom UieV versteht sich.
Also geht es in den nächsten Wochen wieder darum, Kollegen anzusprechen, die wir noch nicht kennen und in Klassen reinzuschnuppern. Hat natürlich alles einen Sinn: Wir sollen möglichst viele Lehrer und ihre Methoden kennen lernen und nicht nur in freundlichen, knuffigen Klassen hängen bleiben.
Bei mir wird das trotzdem nicht zu 100% zum Ende des Quartals klappen mit dem Wechsel. In der neunten Klasse bleibe ich noch ca 4 Wochen, da ich dort vermutlich einen GUB oder i-GUB machen werde. Vor den Sommerferien sollte ich zeitlich insgesamt zwei GUBS hinbekommen. Nach den Sommerferien wird es nämlich erst richtig stressig. Ich brauche bis Anfang Oktober ein Thema für meine Hausarbeit (hieß früher mal Examensarbeit) und muss noch ein Portfolio schreiben.
Jedenfalls, der neue Stundenplan. Aktuell bin ich zusätzlich zu meinem UieV in Klasse acht in der zehnten Klasse in Chemie, neunten Klasse und fünften Klasse in Deutsch.
In der Neun bleibe ich noch ca vier Wochen. Zusätzlich möchte ich gerne in einen Leistungskurs in Deutsch. Bei dem Rest muss ich vor allem gucken, obs zeitlich passt und ob die Lehrer Bock haben. Eine andere Zehn in Chemie wäre eine Option, oder villeicht eine siebte Klasse.
Wir müssen bei unserem Stundenplan etwas darauf achten, dass wir unsere Fachleiter zumindest in jedem Doppeljahrgang mal zu Besuch hatten. Also, Jahrgänge fünf/sechs, sieben/acht, neun/zehn und Oberstufe. Mal sehen, ob das klappt bei mir.
Das Schlimmste ist eigtl, wieder zu fremden Kollegen zu tingeln und bittebitte zu machen… Zum Glück habe ich ein, zwei Empfehlungen für Lehrer bekommen… das wird dann ab Montag angegangen!

Nach den Ferien

Die ersten Stunden nach den Ferien waren sofort wieder sehr spannend. Schule ging jetzt am Mittwoch wieder los und mittwochs habe ich meine Chaoten-Acht direkt in den ersten beiden Stunden.
Vor den Ferien haben sie sich bei einem Experiment mehr als daneben benommen: Es war laut, Sicherheits-und Versuchsanweisungen wurden nicht eingehalten, etc und ich musste daher den Tag mit einer Schimpftirade beginnen. Dann gabs erste mündliche Noten. Für einige auch kein Spaß, vor allem für die beiden, die sich selbst auf drei eingeschätzt haben, aber aktuell eher fünf stehen.
Notengebung ist auch für Lehrer kein Spaß. Mein Seminarleiter sagte mal, dass wir jedem misstrauen sollen, dem Notengebung leicht fällt. Es ist aber auch ein Kreuz: Ich hab da z.B. wen sitzen, der seine Unterlagen sorgfältig führt, aber sich im Unterricht nur auf Ansprache äußert. Dafür stört er aber auch nicht, er ist einfach kaum da. Dann hab ich da welche, die gerne den Unterricht stören und ihre Hausaufgaben vergessen, aber dafür toll bei den Experimenten mitarbeiten und sehr motiviert sind. Was gebe ich jemandem, dessen Antworten definitiv sehr gut sind, der aber keine Mappe führt und im Unterricht ständig nebenbei mit dem Nachbarn quatscht?
Die erste Einschätzung ist die schwierigste, danach wird es besser, das sagen zumindest meine Mitreferendare. Dass die erste Einschätzung schwierig ist, kann ich schon mal bestätigen. Ob es einfacher wird, kann ich vielleicht auch irgendwann sagen. Im Moment bin ich erstmal froh, dass ich mit dem Punkt für den Augenblick durch bin. In die Ganzjahresnote wird dann ja noch eine Klassenarbeit gerechnet, die zumindest ein Drittel zählt. Klassenarbeiten konzipieren ist übrigens auch blöd 😉

Der Stand meiner To-Do-Liste der Ferien sieht übrigens wie folgt aus:

  •     UieV für meine 8. Klasse planen:

Hab ich. Bis ca zur Klassenarbeit. Noch nicht im Detail, aber die grobe Planung und die Arbeitsblätter sind fertig.

  •     Protokolle eben dieser Klasse kontrollieren:

Jap, hab ich.

  •     Mündliche Noten festsetzen:

Auch das.

  •     Den Balkon vollständig begrünen:

Mal sehen: Acht Blumenkästen am Balkongeländer, vier große Töpfe, um die zehn kleine. Ja, es ist recht grün Ein bisschen Arbeit hab ich damit noch, aber das wird!

  •     Die „Der dunkle Turm“- Saga lesen (Yay! Acht neue Bücher!):

Den ersten hab ich und den zweiten zur Hälfte. Übrigens auf meinem Kindle gelesen. Ich fang an, das Ding zu mögen. Unschlagbar, wenn man unterwegs ist (und ihn vorher geladen hat 😉 )

  •     Einen Hausflohmarkt veranstalten:

Haben wir. Einige Sachen müssen noch über Ebay weg, aber der Hausflohmarkt ist schon gemacht. Jetzt geht es ans Entrümpeln.

  •     Aufräumen! Mein Schreibtisch sieht aus…-.- :

Hab ich auch… aberes sieht hier schon wieder schlimm aus…

Außerhalb der Schule: Gemüsekisten!

Die große Schwester hat schon seit einigen Monaten eine Gemüsekistenabo bei ihrem lokalen Bioladen und ich war immer etwas neidisch: Jede Woche kriegt sie eine Kiste mit frischem Bio-Obst und -Gemüse vor die Tür gestellt. Immer mit Überraschungseffekt: Was ist diesmal drin und wie verarbeite ich das…?
Ich finde das ein cooles Prinzip. Das meiste kommt aus der Region, alles Exotische stammt aus nachhaltigem, fairen Anbau. Und, das finde ich immernoch mit am spannendsten: Man wird häufiger mal überrascht und muss dann beim Kochen kreativ werden.

Vor kurzem habe ich dann einen solchen Lieferservice in unserer Umgebung aufgetan und heute meine erste Kiste erhalten.

Folgendes war drin:
Äpfel, Porree, Spitzkohl, Bananen, Kiwi, Cherrytomaten, Kopfsalat und ein Bund Bärlauch.

Das Obst geht irgendwie so weg, genau wie die Tomaten und die Porreestangen.
Beim Spitzkohl habe ich suchen müssen und ein Rezept für eine Quiche gefunden, die es direkt heut Abend geben wird.
Bärlauch wird zu Salat oder Bärlauchcrepes verarbeitet, ich weiß noch nicht genau. Und den Kopfsalat gibt es mit einer Orangenvinaigrette.

Ich freu mich jetzt schon auf die nächste Woche 🙂

Rückmeldung von Seminarleitern #1

Die Rückmeldung, die wir Referendare von unseren Seminarleitern kriegen, ist wichtig für unsere Weiterentwicklung, sie übt berechtigte Kritik an den gehaltenen Stunden, ist manchmal sehr hilfreich, trifft einen manchmal auf einer persönlichen Ebene und ist manchmal einfach saukomisch…

In den nächsten Monaten werde ich versuchen, manche Goldstücke zu sammeln und aufzulisten. Manche davon habe ich selbst zu hören bekommen, manche von anderen Refs gehört.
Viel Spaß!

 

  • „Sie sprechen immer so melodisch, so fröhlich. Überlegen Sie mal, ob das gut ist für die Stunden.“

 

  • „Tragen Sie häufiger Halstuch? Ohne wirkt man viel offener… denken Sie an Angela Merkel!“

 

  • „Sie hätten die Ergebnissicherung auch mit Folienschnippseln machen können. Aber nicht in dieser Klasse.“

 

  •  „Ich sage jetzt mal nur das, was an der Stunde hätte optimiert werden können: […] Ach, und im Unterrichtsgespräch müssen Sie die Schüler mehr LOBEN!“

Ferien!

Gestern war der erste Tag meiner ersten Ferien „von der anderen Seite“ aus. Gute Sache! Ich hab zwar auch in den Ferien einiges zu tun, aber die wöchentlichen Seminare und natürlich der Unterricht fallen bis zum 22.4. weg. Fast 3 Wochen! Krass 🙂

Meine To-Do-Liste für die Ferien sieht bisher aus wie folgt:

  • UieV für meine 8. Klasse planen (die sich in der letzten Stunde vor den Ferien benommen hat wie ein Sack Flöhe… dazu an anderer Stelle)
  • Protokolle eben dieser Klasse kontrollieren und…
  • mündliche Noten festsetzen
  • den Balkon vollständig begrünen
  • die „Der dunkle Turm“- Saga lesen (Yay! Acht neue Bücher!)
  • einen Hausflohmarkt veranstalten
  • aufräumen! Mein Schreibtisch sieht aus…-.-

An der Planung für die 8. sitze ich schon. Bis zu den Sommerferien ist gar nicht mehr sooo lang. Uiuiui…